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Vorgestellt Ralph Alt, Bundesturnierdirektor
Vorgestellt

16.11.2011
Am 4. Juni wurde auf dem 101. Bundeskongress des Deutschen Schachbundes in Bonn das DSB-Führungsgremium für die kommenden zwei Jahre gewählt. Nach genau 100 Tagen Amtszeit am 12. September haben wir auf diesem Weg begonnen, Ihnen die Chance zu geben, die neue Mannschaft - also das DSB-Präsidium und seine Referenten - in der Rubrik Vorgestellt persönlich kennen zu lernen. Wir haben dabei allen bewusst die gleichen sechs Fragen gestellt. Nach Niklas Rickmann, Vizepräsident Verbandsentwicklung, Sportdirektor Horst Metzing, Michael S. Langer, Vizepräsident Finanzen, Stellvertretender DSB-Präsident, Dr. Christian Warneke, 1. Vorsitzender der Deutschen Schachjugend, Joachim Gries, Vizepräsident Sport, Dan-Peter Poetke, Referent für Frauenschach, Helmut Escher, Referent für Seniorenschach, Klaus Deventer, Referent für Leistungssport, folgt heute Bundesturnierdirektor Ralph Alt.
Warum haben Sie auf dem DSB-Bundeskongress in Bonn für Ihr Amt kandidiert?

Ich bin 2005 zum ersten Mal in dieses Amt gewählt worden und bin seither zweimal wiedergewählt worden; 2011 zum dritten Mal, und zwar einstimmig.
Warum habe ich 2005 kandidiert? Ich habe viele Jahre Erfahrung als Münchner Bezirksspielleiter und Bayerischer Landesspielleiter hinter mir. Seit 2001 gab es heftige Diskussionen um das Verhältnis zwischen dem DSB und der 1. Schach-Bundesliga. Der damals zuständige Referent hat das Thema nicht aufgegriffen; die Fronten verhärteten sich. Das wollte ich ändern.

An welchen Projekten möchten Sie in den kommenden zwei Jahren aktiv mitwirken?

Als ich mein Amt angetreten hatte, gab es einen Arbeitskreis "Reform der Deutschen Meisterschaften", nicht beschränkt auf die Deutsche Schachmeisterschaft, sondern alle vom DSB veranstalteten Verbandsturniere umfassend. Eine praktische Umsetzung erfolgte bisher im Bereich der Pokalturniere; hierbei ist nicht alles gelungen und musste wieder zurückgenommen werden. Immerhin hat die Spielleitung es versucht. Beim Projekt "Reform der Deutschen Schachmeisterschaft" ist noch viel Arbeit offen; hier stoßen widerstreitende Interessen aufeinander. Wo Meisterschaften in herkömmlichen Bahnen ablaufen, ist es meine Aufgabe dafür zu sorgen, dass Standards gesetzt und eingehalten werden, aber auch verbessert oder an neue technische Gegebenheiten angepasst werden.
Ein wichtiges Projekt, das es aber nicht gibt: Wie mache ich den Mitgliedern der Schachvereine begreiflich, dass auch Schach mehr Geld kostet, als ich für Bretter, Figuren und Uhren brauche, und dass es sich lohnt, dieses Geld auch auszugeben?

Ein generelles Problem ist die schwindende Mitgliederzahl im Deutschen Schachbund. Was spricht Ihrer Meinung nach dafür, dass man Schach in einem Verein spielen sollte?

Ich müsste hier alles wiederholen, was Klaus Deventer zu diesem Thema schon geschrieben hat.
Es ist aber nicht nur geändertes Freizeitverhalten, sondern liegt auch in der Natur des Schachs. Zum Fußball brauche ich elf Spieler; das erfordert schon ein gewisses Maß an Organisation, was vom Verein nicht weit entfernt ist. Zwei Schachspieler können sich ohne Aufwand zu einer Partie zusammen finden. Auch diesen Spieler muss der DSB Angebote außerhalb der Vereinsorganisation machen. Wo gibt es zum Beispiel Schachunterricht für Erwachsene? Hier müssen der DSB oder auch die Landesverbände und ihre Unterverbände aktiv werden und andere Formen finden. Einrichtungen wie die Münchner Schachakademie (übrigens keine Gründung, an der eine Schachorganisation beteiligt war) bringen dem Schach Mitglieder, kosten aber intensiven, professionellen Arbeitseinsatz und - Geld.

Schach wird in der breiten Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Wie kann Ihrer Meinung nach dieser Zustand positiv verändert werden?

Da fällt mir genauso wenig ein wie meinem Interview-Vorgänger. Das läuft bisher nur im lokalen Rahmen. Erst wenn wir es geschafft haben, in den Schulen Schach in den Köpfen der Kindern (und späteren Erwachsenen) zu verankern, werden Schachturniere die Aufmerksamkeit gewinnen, die wir gerne hätten.
Dazu brauchen wir nicht nur einen tollen Pressereferenten (den wir jetzt vielleicht haben), sondern Leute, die sich für eine Schachausbildung in den Schulen oder anderen Einrichtungen zur Verfügung stellen (die gibt es, aber nicht umsonst) und entsprechende Trainerausbildungen (kosten auch Geld).

Was halten Sie für die bemerkenswerteste Entwicklung im modernen Schach?

Das sind die Möglichkeiten, welche Computer mit sich bringen, sowohl was die Speicherung von Partien und deren Abrufbarkeit unter allen möglichen Suchkriterien betrifft, wie auch die Möglichkeiten der Verbreitung von Schachereignissen live über das Internet.

Und wie würden Sie für Schach werben?

Ich bin kein Erfinder schlagkräftiger Formulierungen. Ich spreche im Kollegen- und Bekanntenkreis offen über meine Tätigkeit für das Schach und stelle immer wieder fest, dass man nur selten belächelt wird, sondern das Schach als durchaus ernsthafte, wenn auch nicht sehr bedeutende Angelegenheit betrachtet wird. Also nicht verstecken!

ZUR PERSON:

Ralph Alt, Jahrgang 1947, Jurist und seit 36 Jahren im Justizdienst als Staatsanwalt und Richter, zuletzt als Vorsitzender einer Schwurgerichtskammer tätig. Erst spät mit 27 Jahren als Mitgründer eines Schachclubs in München zum Schach gekommen merkte er bald, dass er als Vorsitzender besser war denn als Spieler. Beruf und Funktion haben in den letzten Jahren wenig Zeit für aktives Spiel übrig gelassen. Seit 30 Jahren ist er auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene in verschiedenen Funktionen tätig gewesen. Seit 1985 ist er Bundesliga-Schiedsrichter, seit 1998 Internationaler Schiedsrichter. Er war unter anderem 2002 Hauptschiedsrichter bei der Senioren-Weltmeisterschaft in Naumburg, 2006 und 2008 Schiedsrichter bei den Schacholympiaden in Turin und Dresden. Seit 2006 ist er Mitglied der "Ethics Commission" der FIDE, einer Art Verbandsgericht.

P.S. Sollten Sie im Übrigen Fragen an Ralph Alt haben, so schicken Sie diese bitte per E-Mail an bundesturnierdirektor@schachbund.de oder an presse@schachbund.de.

Eine vertrauensvolle Kommunikation spiegelt nicht zuletzt stets eine gute Öffentlichkeitsarbeit wider. Und dieses sinnvolle Ziel können und wollen wir gemeinsam erreichen!

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Veröffentlicht von Raymund Stolze



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