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Europameisterschaften Melanies EM-Tagebuch [4]
Europameisterschaften

06.11.2011
5. November, 4. Tag - Frauen flop, Männer top

Tja, heute war zumindest für die deutschen Frauen kein guter Tag. Die 1,5:2,5-Niederlage gegen Armenien sitzt mir noch schwer im Nacken während ich diese Zeilen schreibe. Man muss aber fairerweise sagen, dass die Niederlage durchaus verdient war und es auch schlimmer hätte ausgehen können. Einzig Lises Partie verlief weitestgehend normal. Bereits nach einer Stunde einigte sie sich mit ihrer Gegnerin Elina Danielian (2507) auf Remis, da sie mit Weiß gegen die zähe Armenierin keinen Vorteil erzielen konnte. Für die anderen drei Bretter hieß das natürlich, dass wir uns keine Niederlage leisten durften. Das war aber mit Blick auf die Stellungen nicht gerade einfach zu bewerkstelligen.

Foto: Georg Meier


Deutschland - Armenien

Marta hatte sich ihren Läufer gegen Lilit Mkrtchian so einsperren lassen, dass dieser bis ans Ende der Partie wohl keinen vernünftigen Beitrag mehr leisten konnte. Zwar standen die Figuren ihrer Gegnerin auch nicht optimal, ich war mir jedoch sicher, dass Weiß sich früher oder später entknoten könnte und dann keine Probleme haben sollte, die Partie zu gewinnen.


Elisabeth Pähtz, Marta Michna

Auch Sarahs Stellung gegen Nelli Aginian war mehr als kritisch. Sie war mit Schwarz ihrer Gegnerin voll in die Vorbereitung gelaufen und konnte nur schwer alle gegnerischen Drohungen abwehren. Es dauerte nicht lange, bis sie die Waffen strecken musste.

Meine Position gegen Maria Kursowa hätte auch besser sein können. Ich hatte in der Eröffnung mal wieder nicht mehr weiter gewusst und nicht die besten Züge gefunden. Zwar war meine Stellung durchaus noch spielbar, an einen Vorteil war jedoch weit und breit nicht zu denken. Während ich in Zeitnot versuchte, noch irgendwo Gewinnchancen herbeizuzaubern, einigten sich die Spielerinnen an Brett zwei auf Unentschieden. Anscheinend war die weiße Stellung doch nicht so einfach gewonnen, wie ich angenommen hatte. Um einen Mannschaftspunkt zu retten, musste von mir also irgendwie ein ganzer Punkt kommen. Das war jedoch beim besten Willen nicht zu schaffen. Ich versuchte noch eine Weile mein Glück, musste dann aber die Punkteteilung akzeptieren. Schade...



Für einen Lichtblick sorgten dafür unsere Männer. Das 2,5:1,5 gegen Ungarn war durchaus verdient und eine starke Leistung gegen ein Team mit einem Elo-Durchschnitt von 2702(!).
Ich kam gerade noch rechtzeitig, um Jans Gewinnstellung zu bewundern ... wie es dazu gekommen ist kann ich jedoch leider nicht sagen. Normalerweise erkundige ich mich immer beim Abendessen über den Verlauf des Männerkampfes. Heute war allerdings niemand zu entdecken, der mir hätte Auskunft geben können. Soweit ich richtig informiert bin, liefen die Live-Übertragungen jedoch mehr oder weniger gut, sodass man auch in Deutschland die Partien zeitnah mitverfolgen konnte.


Peter Leko gegen Arkadij Naiditsch

Die Tatsache, dass heute beim Abendessen zwei Bier (Preis 5,50 Euro) bestellt wurden, ist ein eindeutiger Indikator für die Stimmung im Frauenteam. Wir versuchen aber nach vorn zu schauen und uns von der Niederlage nicht unterkriegen zu lassen. Heute Nacht findet hier im Hotel eine Spielerparty statt - eine gute Möglichkeit, um wieder auf andere Gedanken zu kommen...

Schade ist übrigens, dass einige der Topspieler nicht an der diesjährigen Mannschafts-Europameisterschaft teilnehmen. So fehlen z.B. Wladimir Kramnik und Magnus Carlsen, die beide im Moment ein sehr hohes Turnierpensum haben. Dafür spielt aber Magnus' kleine Schwester Ellen Oen bei den Frauen mit. Sie startet für Norwegen an Brett drei und hat bisher den einzigen halben Brettpunkt für ihre Mannschaft geholt, die abgeschlagen auf Rang 28 liegt.

Melanie Ohme



P.S. Wie immer reichen wir noch einige Infos nach. Und die betreffen vor allem das Männer-Match zwischen Ungarn und Deutschland. Beide Teams lieferten sich ein unglaublich spannendes Gefecht - nichts mit vier Salonremisen, sondern Risiko! So hielt Arkadij Naiditsch mit seinen Türmen in Angriffsposition vor dem König Peter Leko in Schach. Georg Meier, der an Brett 2 Weiß hatte, kontrollierte gegen Zoltan Almasi das Spiel aus leicht besserer Position heraus. Beide Partien endeten Remis. Dies schaffte auch Daniel Fridman nach zähem Kampf gegen Ferenc Berkes. So wurde Jan Gustafsson zum Matchwinner. Der Hamburger liefert sich mit Csaba Balogh eine tolle Kampfpartie, die Gusti schließlich wohl auch mit den nötigen Glück gewann und damit den überraschenden 2,5:1,5-Sieg für Deutschland sicherte. Doch sehen Sie selbst!

Gustafsson, Jan - Balogh, Csaba
18. EM, Runde 3, 5. November 2011-11-05
Damengambit (Slawische Verteidigung) [D10]
1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sc3 dxc4 4.e3 b5 5.a4 b4 6.Se4 Dd5 7.Sg3 Sf6 8.Le2 La6 9.e4 Sxe4 10.Lf3 f5 11.S1e2 g6 12.Sf4 Df7 13.0-0 Sg5 14.d5 Lg7 15.dxc6 Sxf3+ 16.Dxf3 0-0 17.c7 Sd7 18.Dc6 e5 19.Td1 exf4 20.Txd7 Df6 21.Dd5+ Kh8 22.Lxf4 Tae8 23.Tb1 De6 24.Dxe6 Txe6 25.h4 Tfe8 26.Sf1 Te4 27.Td8 Lf6 28.Lg5 Kg7 29.Se3 Lxg5 30.hxg5 Kf7 31.Sd5 b3 32.Td7+ Kf8 33.f3 Td4 34.Td8 Kf7 35.Sb4 Texd8 36.cxd8D Txd8 37.Sxa6 Td2 38.Sc7 f4 39.Sb5 Ke6 40.Sxa7 Kd5 41.Sb5 Kc5 42.Kh2 Kb4 43.Sc3 Txb2 44.Sd5+ Ka3 45.Txb2 Kxb2 46.a5 c3 47.a6 c2 48.a7 c1D 49.a8D Dd2 50.Dc6 De1 51.Df6+ Ka2 52.Dxf4 b2 53.Dc4+ Ka3 54.Sc3, und Schwarz gab auf. [1-0]

Weitere Partien zum Nachspielen und Download finden Sie bei www.chessbase.de.


Gleichschritt bei Georg Meier und Arkadij Naiditsch




Kiebitz Uwe Bönsch

In Runde 4 trifft die deutsche Mannschaft nun mit der Ukraine, die gegen Kroatien mit 3:1 gewann, auf den nächsten dicken Brocken. Bei einem Blick auf die Resultate, staunt man über das nicht erwartete 2:2 von Top-Favorit Russland gegen die Niederlande, zumal alle vier Partien remis endeten. Titelverteidiger Aserbaidschan besiegte England-Bezwinger Griechenland standesgemäß mit 3:1. In der Spitzengruppe behauptet sich auch Spanien (mit Alexej Schirow an Brett 2) nach einem 3:1 gegen Rumänien (hier dürfte schmerzlich Liviu-Dieter Nisipeanu vermisst werde, der zur gleichen Zeit bei den 15. Offenen Bayerische Meisterschaften in Bad Wiessee startet). Für Armenien scheint nach dem 2:2 gegen England dagegen der Traum vom EM-Titel fast ausgeträumt zu sein.

Top 10 nach 3 Runden (38 Teams):

1. Aserbaidschan 6 8,5
2. Spanien 6 8,0
3. Ukraine 5 8,5
4. Russland 5 8,0
5. Frankreich 5 8,0
6. Deutschland 5 7,5
7. Bulgarien 5 7,0
8. Serbien 4 9,5
9. Georgien 4 9,0
10. Moldawien 4 8,5

Bei den Frauen beweist Russland mit den Kosintzewa-Schwestern Nadeschda und Tatjana sowie Exweltmeisterin Alxandra Kostenjuk, wie ernst es dem Team mit dem EM-Hattrick ist. Rumänien wurde 4:0 "überrollt". Die Ukraine (3,5:0,5 gegen die Niederlande) und Georgien (2,5:1,5 gegen Serbien) lassen sich jedoch nicht abschütteln und gewannen ebenfalls zum dritten Mal. Auf die deutsche Mannschaft, die mit 3:3-Mannschafts- und 7,0 Brettpunkten auf Platz 13 zurückgefallen ist, warten nun in Runde 4 mit England eine lösbare Aufgabe. Aber wie schreibt uns Melanie dazu: "Unterschätzen sollte man natürlich keine Mannschaft." Dann warten wir es einmal ab...

Top 10 Frauen nach 3 Runden (28 Teams):

1. Russland 6 10,0
2. Ukraine 6 9,0
3. Georgien 6 7,5
4. Armenien 5 7,0
5. Serbien 4 9,0
6. Spanien 4 8,5
7. Slowenien 4 8,5
8. Polen 4 8,0
9. Bulgarien 4 7,0
10. Frankreich 4 7,0

Mehr Infos zu unserer Tagebuch-Schreiberin finden Sie auf Melanies Homepage www.melanie-ohme.de.

Tagebuch: 1. Teil | 2. Teil | 3. Teil

Fotos: euro2011.chessdom.com

[Turnierseite]
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Veröffentlicht von Raymund Stolze



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