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Personalien Pflichtmedaille? Medaillenpflicht!
Personalien

16.11.2011
Exklusiv-Interview mit Bernd Vökler vor der Nachwuchs-WM in Brasilien

Letzter sportlicher Höhepunkt in diesem Jahr ist für den deutschen Schach-Nachwuchs die Weltmeisterschaft in Brasilien (17. bis 27. November). An den Titelkämpfen, die in Caldas Novas am Donnerstag eröffnet werden, werden unter Leitung von Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler 27 Mädchen und Jungen aus Deutschland teilnehmen. Dabei darf man vor allem auf das Abschneiden der HonorarKonzept Schachprinzen (Hanna Marie Klek, Matthias Bluebaum, Rasmus Svane und Dennis Wagner) gespannt sein, die bei dem eher durchwachsenen Abschneiden unserer Starter bei den kontinentalen Meisterschaften im September in Albena mit nur zwei TOP-10-Platzierungen (Filiz Osmanodja/4. in der U16 und Clara Victoria Graf/8. in der U12) nicht dabei waren, um sich nicht zuletzt durch die Teilnahme an internationalen Turnieren gezielt auf diese WM vorzubereiten.
Wir nahmen die EM in Bulgarien als Ausgangspunkt, um mit Bernd Vökler offen über Probleme und Tendenzen im deutschen Nachwuchsschach zu sprechen.
Ein Blick in die Chronik der Jugend- Europameisterschaften zeigt uns, dass Deutschland lediglich einen einzigen Titel 1996 durch Fabian Döttling in der U16 geholt hat, die wir in diesem Jahr in Albena sogar nicht besetzt hatten. Das ist inzwischen 15 Jahre her. Wie ist diese in Medaillen ausgedrückte Erfolglosigkeit zu erklären?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Die Deutschen Meister haben ein Wahlrecht bezüglich des Starts zur EM oder WM, und sie entscheiden sich zumeist für die WM. Außerdem wird die Konkurrenz von Jahr zu Jahr größer und die Trainingsumfänge in Deutschland liegen im unteren Durchschnitt. Ansonsten hatten wir bei der diesjährigen EM keinen TOP-10-Gesetzten, insofern war eine Medaille von vornherein unwahrscheinlich.

In Albena gingen im Jungen-Bereich jeweils einer der sechs möglichen Titel in die Türkei und Griechenland - der Laie würde vielleicht sagen, dass das schachlich gesehen "Entwicklungsländer" sind. Wie lautet Ihre Antwort auf dieses Argument?

Bei Griechenland handelt es sich vermutlich um einen "Ausrutscher". In der Türkei liegen die Dinge anders. Der Staat unterstützt Schulschach und Leistungsschach seit mehreren Jahren im Millionenbereich! Ausländische Trainer wurden verpflichtet und die Prämien für Medaillen oder Titel sind beachtlich. So erhielt der erste "echte" türkische Großmeister eine Prämie von 10.000 €.

Wenn man die Setzliste und die Ratingperformance als Maßstab für eine objektive Leistungsdiagnostik nimmt, so fällt vor allem bei den Jungen auf, dass diese deutlich unter ihren Möglichkeiten geblieben sind. Was sehen Sie mit Abstand als Ursachen für dieses "Versagen" an?

Wenn ich das wüsste, wäre mir wesentlich wohler! Jens Kotainy, Jan-Christian Schröder, Jonas Lampert, Theo Gungl, Alexander Baberz hätte ich tatsächlich weiter vorn erwartet. Unerfahrenheit scheidet aus, gesundheitliche Probleme gab es, aber das ist eine zu leicht gemachte Begründung. Vielleicht kann die zu geringe Fokussierung auf genau diesen Saisonhöhepunkt als Erklärung dienen. So ist eben die EM "nur ein Turnier" irgendwann nach Pardubice und vor Travemünde.

Ich werde den Eindruck nicht los, dass das Procedere der Nominierung der Teilnehmer auch hinterfragt werden muss. So sind in Albena beispielsweise nur drei Deutsche Einzelmeister an den Start gegangen. Magnus Carlsen, mit gerade 19 Jahren die jüngste Nummer 1 der Weltrangliste in der Schachgeschichte, hat 2002 und 2003 sowohl an der Jugend-EM als auch der Jugend-WM teilgenommen. Was halten Sie von einem solchen Doppelstart - wäre er nicht für Kaderspieler sinnvoll?

Ein Doppelstart ist prinzipiell möglich, aber mit der schulischen Belastung nur in Einzelfällen durchführbar.

Sehr mutig - ich wiederhole mich hier gern - war Ihre Entscheidung, Filiz Osmanodja, die gegenwärtig nicht mehr zum Kreis der maximal geförderten deutschen Nachwuchsspieler gehört, für Albena zu normieren, was ja mit Platz 4 - bei Punktgleichheit mit den Medaillengewinnern - echt belohnt wurde. Warum haben Sie in diesem konkreten Fall so unkonventionell gehandelt, zumal Sie ja auch noch die Betreuung übernommen haben und wäre es nicht sinnvoll, Filiz auch zur WM nach Brasilien im November als zweite deutsche Starterin neben Hanna Marie Klek mitzunehmen?

Filiz Osmanodja ist die einzige Spielerin, die in den letzten Jahren tatsächlich Medaillen gewonnen hatte (2008 jeweils WM- und EM-Silber, 2009 EM-Silber). In diesem Jahr teilte sie den ersten Platz, wurde jedoch persönlich Vierte. Insofern gehörte nicht viel Mut dazu! Deshalb wird Filiz jetzt auch an der WM teilnehmen. Vielleicht kann sie mit Hanna Marie Klek und der Vizemeisterin My Linh Tran die U16 mitbestimmen.

Auffällig in Albena war, dass unsere Mädchen von den Ergebnissen her generell besser als die Jungen gespielt haben. Worin sehen Sie für dieses Abschneiden die Ursachen?

Ich beglückwünsche Clara-Victoria Graf zu ihrem achten Platz! Sehr gut! Ansonsten sehe ich auch hier noch viel Nachholbedarf.

Bei der EM waren vier Trainer für 20 Schützlinge zuständig. Gleichzeitig sind aber 20 Angehörige mitgereist. Wie sind da überhaupt sinnvolle Auswertungen der Partien und Vorbereitungen auf den Gegner möglich, wenn Opa und Oma oder auch die Eltern aus meiner Sicht ein gewaltiges "Ablenkungspotenzial" darstellen. Hinzu kommt noch erschwerend, dass Sie als verantwortlicher Trainer gleichzeitig Delegationsleiter gewesen sind und ich dann von Ihnen auch noch aktuelle Berichte und Informationen erwartet habe...

Hier möchte ich etwas weiter ausholen. Der DSB ist für seine nominierten Starter bei der EM zuständig. Dafür werden Trainer engagiert und Kleingruppen gebildet. In der Regel betreut ein Trainer 3 bis 4 Starter. Nicht jeder Albena-Fahrer wollte jedoch auf den Trainerpool zugreifen (auch aus Kostengründen) und damit war das Trainer-Schülerverhältnis auch okay! Die mitreisenden Angehörigen spielen meist eher eine positive Rolle und stören den Ablauf kaum. Was meine Arbeitsbelastung betrifft, würde ich mir tatsächlich wieder einen "echten" Delegationsleiter wünschen. Dazu bedarf es jedoch geeigneter Kandidaten und zusätzlicher Mittel.

Ich persönlich halte es auch für wenig sinnvoll, nach den Deutschen Nachwuchs-Einzelmeisterschaften die Kader für die Jugend-EM und -WM zu nominieren - dagegen für die EU-Titelkämpfe im österreichischen Mureck schon, wo ja bedauerlicherweise, wie Sie zurecht beklagen, kaum jemand hinfahren will. Wäre es nicht sinnvoller, am Jahresende die Mädchen und Jungen für den deutschen Nachwuchs-Auswahlkader für ein komplettes Jahr zu benennen, die dann sowohl von persönlichen Trainern betreut werden als auch für die internationalen Höhepunkten gesetzt sind?

Ich glaube, hier irrt der Fragesteller. Die EU-Meisterschaft ist und bleibt ein Turnier "zweiter Klasse". Die Besten aus Europa sind nicht dabei, und das trifft ebenso auf die Besten der EU zu. Der Titel von Kevin Tong in der U8 in diesem Jahr ist sehr schön, aber der echte Prüfstein kommt für ihn jetzt in Brasilien. Die DJEM stellt immer noch den wichtigsten Gradmesser für die Leistungskurve von 90 Prozent aller Kaderspieler. Höherstarter erhalten gewisse Sonderrechte, aber auch -Pflichten. Einige Abiturienten sind befreit.

Ich werde das Gefühl nicht los und die Ergebnisse beweisen es mir, dass im DSB die Frage Schach als Leistungssport beim Nachwuchs eher halbherzig und nicht mit einem eindeutigen "Ja" beantwortet wird. Welche Voraussetzungen würden denn Ihrer Meinung nach zu sichtbaren Leistungssteigerungen führen, oder ist es doch illusorisch, dass Deutschland im Nachwuchsschach die Weltspitze mitbestimmen kann?

Die Frage übersteigt meine "Gehaltsklasse". Für den Nachwuchsleistungssport kann ich sagen, dass wir seit Jahren europäische Spitzenspieler hervorbringen, ihre Perspektive in Schachdeutschland jedoch eher düster aussieht. Der angesprochene Fabian Döttling hat niemals mit dem Gedanken eines Profispielers gespielt. Doppelweltmeisterin Elisabeth Pähtz war vielleicht am dichtesten an der Profilaufbahn dran, aber ihre Ergebnisse waren eher durchwachsen.

Weltmeister Leonid Kritz und Super-Großmeister Georg Meier, der ja nicht nur für mich gerade sensationell Europa-Mannschaftsmeister wurde, studieren in den USA. Weltmeister Arik Braun und Vizeweltmeister David Baramidze haben es nicht einmal versucht, ihr Geld nur mit Schach zu verdienen.

Wie müsste denn Ihrer Meinung nach ein inhaltliches Konzept für die generelle gezielte Leistungsförderung von Top-Jugendspielern aussehen?

Ein Blick auf die Weltrangliste U14 macht deutlich, dass wir doch vieles richtig machen. Ob Matthias Bluebaum (Platz 5) oder Rasmus Svane (Rang 9) allerdings mit 22 Jahren lieber einen Doktortitel oder eine Elozahl von 2650 erreichen wollen, kann ich nicht sagen, aber der Weg zum Doktor scheint mir in jedem Fall leichter zu sein und dürfte wohl auch mehr bringen.

Ein weites Feld sind die DJEM, deren Durchführung ja in der Regie der Deutschen Schachjugend liegt. Im Juni nach Abschluss der diesjährigen Titelkämpfe hatte ich Sie gefragt, ob es nicht sinnvoll wäre, wie international üblich in der U10 und U12 Jungen und Mädchen getrennt spielen zu lassen. Wann wird das möglich sein, oder bleibt auch 2012 alles beim alten?

Zu Fragen der Deutschen Schachjugend, wie DJEM U8 oder Teilung männlich weiblich in allen Bereichen kann ich nichts beitragen. Ich glaube, ich habe mittlerweile vergessen, warum die Meisterschaften in der U10 und U12 immer noch zusammengespielt werden.

Und was halten Sie davon, da international seit 2006 die Altersklasse U8 ihre Titelträger ermittelt, dass entweder die Offene U8-Meisterschaft in Sebnitz einen offiziellen Status einer DJEM erhält oder diese Altersklasse noch hinzu kommt?

Die Aktivitäten in der U8 sind notwendig, um international mithalten zu können, aber Sebnitz ist zu spät im Jahr, und zur DJEM U8 habe ich kürzlich die lapidare Meldung erhalten, dass seit zwei Jahren kein Landesverband mehr einen diesbezüglichen Antrag gestellt hätte. In diesem Bereich haben wir mit Schulschachaktivitäten vielleicht die größten Möglichkeiten, Positives für das Schach in Deutschland zu bewegen. Alle Initiativen des DSB, der DSJ, der Landesverbände an die Kultusminister und andere Ebenen können sehr viel Wirkung erzielen. Für das Schach wohlgemerkt, nicht für zukünftige Jugendweltmeister.

Unverständlich ist für mich auch der gegenwärtige Status der Offenen U25-Titelkämpfe. Wäre es nicht sinnvoller, in der internationalen Königsklasse U20 sowohl eine nationale Meisterschaft für Jungen und Mädchen als Rundenturnier durchzuführen, wobei die Sieger dann für die WM qualifiziert wären?

Zur U25 möchte ich nichts sagen, eine DJEM U20 halte ich aber auch für nicht zielführend. Studenten (und 80 Prozent der potenziellen Teilnehmer wären es) haben einfach andere Prioritäten.

Die von Ihnen initiierte und betreute "Prinzen"-Gruppe ist für mich ein herausragendes Modell in der Nachwuchsförderung. Aber nun haben sich beispielsweise Matthias Bluebaum und Rasmus Svane schneller entwickelt. Was natürlich erfreulich ist. Wie wird es weitergehe und ist an eine neue Gruppe mit Top-SpielerInnen der jüngeren Jahrgänge gedacht?

Lassen Sie sich überraschen!*

Auffällig ist auch, dass wir meiner Meinung nach kein kluges Scoutingsystem für wirklich befähigte Mädchen und Jungen in Deutschland haben. Zwar gibt es im Frühjahr einen Talentessichtungslehrgang, der auch Ihre Idee war. Die Resonanz in den Landesverbänden auf dieses Angebot ist jedoch sehr unterschiedlich. Welche Vorschläge haben Sie in dieser Hinsicht?

Das bisherige System LJEM, DJEM unterstützt von TASI und Empfehlungen funktioniert. Die Sichtung wird breiter gestreut und verstärkt werden.

Es gibt in Deutschland eine Menge A-Trainer im Schach, aber Sie wissen ja selbst, dass diese noch lange nicht als Coach für die Jugendlichen qualifiziert genug sind. Hinzu kommt, dass es sich aus meiner Sicht auch finanziell lohnen muss, im Nachwuchsbereich zu arbeiten, denn nur dann wird man auch die besten Trainer verpflichten können. Wie kann man Ihrer Meinung nach das Problem lösen?

Das weiß ich nicht.

Was spricht gegen eine engere und vor allem kontinuierliche Zusammenarbeit mit anerkannten Spitzentrainern wie beispielsweise Artur Jussupow im Rahmen von ausgewählten nationalen Leistungszentren?

Auch das ist eine schwierige Frage. Ich sehe keine Patentlösung.

Welche Bedingungen müssen speziell in Deutschland geschaffen werden, um einerseits befähigte Mädchen und Jungen an die Spitze in Europa oder sogar in der Welt heranzuführen, andererseits sie aber auch über Jahre zu begleiten?

Dazu habe ich einen Vorschlag entwickelt: die so genannte Mentoren-Tätigkeit. A-Kader sollten im Rahmen ihrer Trainings- und Wettkampfgestaltung Patenschaften über junge Spieler übernehmen. Es soll dabei jedoch nicht um Wissensweitergabe gehen, sondern um gemeinsame Neuerwerbung von Wissen. Nationalspieler A vergibt z. B. an Prinz B einen Auftrag, Anti-Moskauer zu analysieren. Im Verlauf und durch Kommunikation wird eine höhere Qualität entstehen - und das bei beiden!

Schaut euch Radoslaw Wojtaszek vor und nach seiner Zusammenarbeit mit Viswanathan Anand an.
Die Sache ist in Arbeit.

Mein Vorschau-Bericht zur EM hatte die Schlagzeile "Mehr Hoffnungen als Erwartungen..." Welche Überschrift könnten Sie mir für Brasilien vorschlagen?

Pflichtmedaille? Medaillenpflicht!

Sie sind jetzt seit 1. April 2003 Bundesnachwuchstrainer. Was reizt sie immer noch an dieser Aufgabe?

Schach ist nicht tot! Wenn jegliche Manipulation ausgeschlossen wird, ist das Spiel das fairste der Welt! Meine Hoffnung ist es, den nächsten Robert Hübner oder einen deutschen Magnus Carlsen zu finden und zu fördern.

Welche anschließende Frage würden Sie gern gestellt bekommen, und wie lautet Ihre Antwort darauf?

Gibt es eine Verantwortung der Bundesligavereine für das deutsche Leistungsschach? Ja, aber sie wird nicht ausreichend wahrgenommen.

Siehe Handball...23.01.2011
SPOX sprach mit DHB-Vizepräsident Horst "Hotti" Bredemeier über die Zukunft von Heiner Brand, die Probleme der deutschen Talente und eine mögliche Heim-EM.
SPOX: Es sieht trotz des tollen Sieges gegen Island so aus, als ob es nicht mit dem nächsten Titel oder zumindest mit einer Medaille klappen wird. Woran hapert es im deutschen Handball insgesamt?
Bredemeier: Wir brauchen in erster Linie eine bessere Anschlussförderung. Unsere Nachwuchsspieler werden Welt- und Europameister, aber sie kommen in der Bundesliga nicht genug zum Einsatz. Das ist ein Riesenproblem. Es müsste noch viel mehr auf deutsche Talente gesetzt werden. Unser Problem ist nicht die Phase bis 20 Jahre, aber zwischen 20 und 23 verlieren wir zu viele Spieler. Wir brauchen die Talente eher im Wettkampfstress.



*Anmerkung: Mit dem DSB-Sponsor HonorarKonzept (seit Mai 2011) wurde ein Vereinbarung über zwei Jahre abgeschlossen. Das Projekt "HonorarKonzept Schachprinzen" - die Idee kommt von Bernd Vökler - hat dabei die Aufgabe, die talentiertesten Jugendliche noch gezielter als bisher zu fördern. Der Gruppe gehören gegenwärtig Hanna Marie Klek, Matthias Bluebaum, Rasmus Svane, Dennis Wagner und Alexander Donchenko an.
Die sportlichen Zielstellungen innerhalb der nächsten zwei Jahre sind:
  • Medaillen bei internationalen Meisterschaften
  • Titelnormen zum Großmeister
  • Positive Präsentation des Hochleistungssports Schach in Deutschland

"Um diese ehrgeizigen Vorhaben erreichen zu können, benötigen wir Spitzentraining, ausreichend gute Spielmöglichkeiten und wertvolle Turniereinladungen. Ich bin mir jedoch sicher, dass die zielgerichtete Zusammenarbeit mit unserem strategischen Partner Honorarkozept bei diesem Projekt zum Erfolg führen wird", so Bernd Vökler, der die "HonorarKonzept Schachprinzen" betreuen wird.

ZUR PERSON

Bernd Vökler (Jahrgang 1963) ist seit acht Jahren als Bundesnachwuchstrainer im Deutschen Schachbund tätig. Mit neun Jahren hat der Diplomlehrer für Mathematik/Physik in Apolda bei Rainer Schmidt das Schachspielen erlernt. Bestes Einzelresultat war der 3. Platz U16 männlich bei der Jugend-Einzelmeisterschaft der DDR 1980 in Magdeburg. Seit 1986 ist er ununterbrochen Vereinsmitglied bei Erfurt/ ESK. DDR-Mannschaftsmeister mit Mikroelektronik Erfurt 1988 und 1991 als letzter Sieger der DDR-Sonderliga. Seit 1992 Landestrainer von Thüringen mit dem größten Erfolg 2002 Weltmeisterin Elisabeth Pähtz U18 weiblich. Von 1996 bis 2002 war Bernd Vökler DSJ-Verantwortlicher für Leistungssport. Seit 1999 A-Trainer des DSB. Eine IM-Norm fehlt noch zum IM-Titel.
Der Thüringer nahm dreimal an Deutschen Einzelmeisterschaften (1993, 1995, 2000), Paradoxon dabei: mit Rang 13 jeweils er belegte jeweils den selben Platz.
Als Bundesnachwuchstrainer war er persönlich beteiligt u.a. am Mannschafts-Europameistertitel U18 in Belgrad 2004, an den WM-Titeln von Elisabeth Pähtz 2005 in Istanbul und von Arik Braun 2006 Batumi.

Die deutschen WM-Teilnehmer in Brasilen:

Nr. Name FIDE-ID Nation FIDE-Elo Turnier
37 Gheng Dominik 12906778 GER 0 U 8 Open
61 Tong Kevin 12913944 GER 0 U 8 Open
12 Sanati Charlotte 12907707 GER 1665 U 10 Girls
43 Schneider Jana 12924997 GER 0 U 10 Girls
51 Poetsch Leonore 12940372 GER 0 U 10 Girls
30 Poghosyan Tigran 12909319 GER 1770 U 10 Open
38 Laubrock Paul 1270509 GER 1676 U 10 Open
87 Martin Julian 12941000 GER 0 U 10 Open
114 Buckels Valentin 12942766 GER 0 U 10 Open
44 Waechter Nathalie 12921033 GER 1655 U 12 Girls
53 Nobis Anna 1270302 GER 1560 U 12 Girls
55 Brandl Lea Maria 24693049 GER 1556 U 12 Girls
13 Schroeder Kevin 12929840 GER 2030 U 12 Open
31 Perske Thore 12902195 GER 1923 U 12 Open
50 Hoeglauer Patrick 1270548 GER 1827 U 12 Open
34 Schwarz Larissa 24699004 GER 1794 U 14 Girls
3 FM Bluebaum Matthias 24651516 GER 2403 U 14 Open
6 Svane Rasmus 4657101 GER 2363 U 14 Open
10 Wagner Dennis 24650684 GER 2333 U 14 Open
10 Klek Hanna-Marie 24670057 GER 2154 U 16 Girls
14 WFM Osmanodja Filiz 24633569 GER 2127 U 16 Girls
25 Tran My Linh 24682462 GER 2020 U 16 Girls
14 Mons Leon 4614950 GER 2311 U 16 Open
44 Stahnecker Ludwig 24692026 GER 2089 U 16 Open
17 Schulz Anja 24647845 GER 2113 U 18 Girls
7 IM Zelbel Patrick 24624322 GER 2403 U 18 Open
15 Graf Felix 24608904 GER 2356 U 18 Open

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Veröffentlicht von Raymund Stolze



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