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Landesverbände Pressekonferenz von Lothar Schmid
Landesverbände

01.12.2004
Am 22. November 2004 fand in Bamberg in der Altenburg eine Pressekonferenz zur Sache Schmid statt.
Bamberg – eine Stadt mit einer weit reichenden schachlichen Geschichte hat sich nicht nur in Bayern einen Namen gemacht, sondern sich bis über die deutsche Ebene hinaus profiliert: unter anderem veranstaltete Bamberg ein bedeutendes internationales Schachturnier, bei dem Keres und Petrosjan teilnahmen, begrüßte zehn Weltmeister, war Gastgeber für zahlreiche Spitzenspieler aus der ganzen Welt, wurde drei mal Deutscher Mannschaftsmeister und schickte 1974 zur Schacholympiade in Nizza ihre drei besten Spieler Kestler, Pfleger und Schmid.

Lothar Schmid erzielte schon 4 Jahre zuvor bei der Olympiade in Siegen an Brett zwei ein beeindruckendes Ergebnis von 9 aus 12 Punkten. Daraufhin wurde ihm von Bundespräsident Heinemann das Silberlorbeerblatt verliehen. Diese höchste deutsche Sportauszeichnung wurde von Außenminister Genscher im Dezember 1970 an Herrn Schmid übergeben.
Von 1971 an leitete er viele internationale Wettkämpfe und wurde als Hauptschiedsrichter zum Wettkampf Spasski - Fischer 1972 berufen. Diese Entscheidung, die beide Parteien begrüßten, war insofern von großer Bedeutung, da dieses Turnier in der Zeit des kalten Krieges zwischen 2 verschieden Gesellschaftssystemen – dem Kapitalismus und dem Kommunismus - ausgetragen wurde und man dadurch Schmid ein deutliches Vertrauen zusprach.

Diese sportlichen Leistungen blieben auch dem damaligen Bürgermeister der Gemeinde Bug, Schmidt, nicht verborgen. Und so trat er auf Lothar Schmid, der zu dieser Zeit ein Grundstück für seine Familie suchte, heran, um ihn für ein Grundstück in Bug zu überzeugen und damit seine Popularität für ihn und die Gemeinde zu nutzen. Der Bürgermeister sicherte ihm zu, dass er bald die Baugenehmigung erhalten würde. Der Karl-May-Verleger Schmid vertraute auf das Wort des Bürgermeisters, den er schon länger kannte und entschloss sich, nach einer Begehung und der Rücksprache mit dem Forstamt, das Grundstück zu erwerben.
Auch nach der Eingemeindung Bugs zu Bambergs liegt bis jetzt noch keine Baugenehmigung vor.
Der neue Bürgermeister Dr. Mathieu, der von Schmid nach seinem ausdrücklichen Wunsch beim Wahlkampf als Schachgroßmeister unterstützt wurde, vertröstete den glücklichen Vater immer wieder und sicherte ihm zu, dass die Bebauung in absehbarer Zeit genehmigt werden wird.
Nicht nur Schmid vertraute dem Wort des Bürgermeisters, auch andere Bürger haben in dieser Straße ein Grundstück erworben und sind mit ihrem guten Glauben in Stich gelassen worden.
Schließlich sicherte der Nachfolger Mathieus, Oberbürgermeister Röhner in Gegenwart des Rechtsdirektors Lauer den Betroffenen zu, mit der "kleinen Lösung" wenigstens einige der betroffenen Grundstücke bebauen zu dürfen.
1996 wurde das Gelände dann als geplantes Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen und ist nun nicht mehr als eine Wiese im Wert von ca. 3500 €.

Ein anwesender Betroffener schilderte sein ähnliches Schicksal, nur ist sein Anspruch kurz bevor Schmid Klage einreichte, verjährt. Das Landes- und Oberlandesgericht Bamberg gab Schmid in der Sache inzwischen Recht, allerdings erfolgte noch keine Einigung über die Höhe der Entschädigung. Darüber soll nun der Bundesgerichtshof entscheiden.

Der extra zur Pressekonferenz aus Berlin angereiste Präsident des Deutschen Schachbundes Schlya wunderte sich, warum keine außergerichtliche Übereinkunft mit der Stadt gefunden werden konnte. Die Stadt Bamberg versucht unterdessen alle Rechtsmittel auszuschöpfen und war am Tage der Pressekonferenz zu keiner Stellungnahme bereit, "um nicht in ein schwebendes Verfahren einzugreifen". Schlya zeigt seine Solidarität zu Schmid, indem er der Stadt ein weiteres Gespräch anbietet.

Ein Stadtrat, der sich ebenfalls in der Altburg einfand, brachte emotional hervor, dass heute die Tugend fehle, zu seinem Wort zu stehen. Auch der Schachgroßmeister Unzicker, ein langjähriger Freund Schmids war zugegen und forderte die Stadt auf, für ihren prominenten Bürger einen außergerichtlichen Weg zu finden.

Der Bayerische Schachbund hofft, dass sich die Stadt Bamberg als Rechtsnachfolger der Gemeinde Bug doch noch bereit erklärt, die Lösung in einem Gespräch zu finden. Das sollte sie Schmid, dessen Popularität vom damaligen Bürgermeister genutzt wurde, schuldig sein.

Markus Walter, Referent für Öffentlichkeitsarbeit Bayerischer Schachbund
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Veröffentlicht von Norbert Heymann



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